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Inhalt:1. Küchen-Tisch 2. Garderobe-Schränkchen 3. Bett-Sofa 4. Bett-Sofa, Modell 5. Stuhl "Haut und Knochen", Modell 6. Stummer Diener, Modell Oftmals habe ich gekaufte Möbel nur für meine Ansprüche geändert. Einige Kleinmöbel habe ich aber auch selbst entworfen. Von diesen existieren Prototypen oder Modelle. 1. Küchen-Tisch ↑ AnfangAuch in kleinen Küchen lässt sich oft ein kleiner Esstisch für zwei Personen unterbringen. Ist die Küche schmal, so ist auch ein solcher Tisch schmal, er steht an einer Wand, und man sitzt an seinen schmalen Stirnseiten (1. Bild). Je zwei der üblichen vier Tischbeine stünden eng beieinander und würden das Platznehmen erheblich behindern.<>
Ich ging das Wagnis ein, den Tisch nur mit drei Beinen auszustatten: zwei an der Wand und das dritte in der Mitte gegenüber (2. Bild). Auf diese Weise hat der Sitzende auf einer Seite kein hinderliches Tischbein (1. Bild). Er kann sich gut setzen und erheben, wobei er seine Beine quasi ein- und wieder ausschwenkt.
Die Schwere und die Schmale der Tischplatte - eine alte Marmorplatte (85cm · 50 cm) - waren gute Voraussetzungen für einen Tisch, der nicht leicht kippt. In zwölf Gebrauchsjahren ist es auch nicht passiert, dass sich jemand versehentlich so fest auf einer Ecke abstützte, dass der Tisch kippte. Da der Tisch izwischen seinen endgültigen Platz gefunden hat, baute ich jetzt doch noch eine Sicherung ein. Neben den Beinen an der Wand brachte ich je eine unter das Fensterbrett ragende Blechnase an (3. Bild). 2. Garderobe-Schränkchen ↑ Anfang
In den Wohnungen älterer Häuser gibt es noch Fussleisten. Sie sind uneinheitlich und mitunter relativ hoch. Schränke und besonders Regale mit Seitenwänden kann man nicht ganz an die Wand schieben. Wenn man eine Ecke am Boden der betroffenen Seitenwände entfernt, hat man eine universale Lösung gefunden, mit der sich alle Ausführungen von Fussleisten "überbrücken" lassen.
Bei dem selbst gebauten Garderobe-Schränkchen (1. Bild) schnitt ich die obere vordere Ecke in gleicher Weise ab, um das Tablar unter der deckenden Glasplatte leichter zugänglich zu machen. Die Seitenteile bekamen symmetrische Form, wurden damit ästhetisch aufgewertet (2. Bild). Das Schränkchen ist auch im Inneren symmetrisch: Das untere Tablar ist gleich weit vom Boden entfernt wie das obere von der Glasplatte. Eine Rückwand befindet sich mittig zwischen den beiden Tablaren. Wenn man die Aussparungen für die Glasplatte (3. Bild) auch an den unteren Kanten der Seitenwände anbringen würde, wären neben den Tablaren auch die Seitenwände einander vollkommen gleich (ein Vorteil in allfälliger Serienfertigung). 3. Bett-Sofa ↑ AnfangDer Lattenrost und der Holzrahmen, aus denen dieses Bett-Sofa besteht (1. Bild), stammen aus einem bereits früher selbst angefertigtem Bett. Das Bett wurde nicht mehr gebraucht, war aber zum Wegwerfen zu schade. Auch die etwas breitere Schaumstoffmatratze war vorhanden. Ihre Biegbarkeit gab mir die Idee, sie in einem Bettsofa zu verwenden: "geknickt" als Sitzfläche und Lehne eines Sofas, ausgestreckt als Liegefläche eines Betts.
Käufliche Bett-Sofas haben oft den Nachteil, dass sie zum Sitzen zu tief sind. Bei der geknickten Matratze sitzt man nur auf etwa zwei Dritteln ihrer Breite. Die Lehne - das vierte Rahmenbrett des ursprünglichen Betts - ist dünn, so dass ein übliches Sitzmöbel geringer Tiefe entstanden ist. Die ausgebreitete Matratze hängt vorne geringfügig über, was aber nicht stört, da sie zum Schlafen für nur eine Person gedacht ist. Der dreiteilige Sofarahmen wird vorne abgesenkt, um Platz für die Matratze in Schlaflage zu schaffen (2. Bild). Der Rahmen ist wandseitig drehbar am Lattenrost befestigt. Zum Absenken werden in den Ecken vorne zwei Holzklötzchen herausgenommen (3. Bild und 4. Bild). 4. Bett-Sofa, Modell ↑ AnfangDie Idee zu diesem Bett-Sofa ist älter als die Anfertigung des eben beschriebenen Exemplars, ist aber über das Modell-Stadium noch nicht hinaus gekommen. Es zeigt die Bearbeitung der Problematik, die ich bei den käuflichen Exemplaren immer wieder feststelle:
5. Stuhl "Haut und Knochen", Modell ↑ AnfangBei diesem Entwurf diente das Skelett des Sitzenden als Vorbild für das tragende Gerippe des Stuhls. Der Stuhl steht auf drei Beinen aus Stahlrohr. Zwei davon entsprechen denen des Menschen; genauer: vom Knie aus abwärts. Das dritte Bein befindet sich hinten in der Mitte, wobei ich mich an die Verlängerung der Wirbelsäule nach hinten/unten erinnerte, wie wir sie möglicherweise hatten, als wir noch nicht Primaten waren. Die Verbindung von vorn nach hinten entspricht den horizontal gelagerten Oberschenkeln des Sitzenden. Die relativ dicke Querverbindung in die Mitte zum dritten Bein ist eine Nachahmung des Beckens, das sich zwischen den beiden Schenkelhälsen befindet. Das dritte Bein ist nach oben verlängert und bildet wie die Wirbelsäule für den menschlichen Körper das Rückgrat der Rückenlehne. Es folgt den Krümmungen der Wirbelsäule. Oben sitzt eine Kugel als symbolische Nachbildung des Kopfes. Die Vorderbeine sind unten leicht nach vorn geknickt, eine Imitation des Knicks zwischen Unterschenkel und Fuß. Damit das Stuhl-Skelett optisch dominiert, sind durchsichtige "Häute" vorgesehen. Die Lehnen-Haut ist bis zum Boden verlängert, um sie zusätzlich zum Tragen des Stuhls benutzen zu können (eventuell jeweils außen elastischer Kontakt mit dem Boden). Die durchsichtige Sitzfläche ist vorne (in der Kniekehle) gerundet.
6. Stummer Diener, Modell ↑ AnfangDer "Stumme Diener" ist vielleicht aus der Mode gekommen, weil er zusätzlichen Platz braucht. Seine Aufgabe besteht noch und wird oft von einem Stuhl übernommen, dessen Lehne aber meist zu niedrig ist, damit ein Oberteil nicht mit dem Boden Kontakt hat. Meine Absicht, mir einen eigenen solchen Diener anzufertigen, ist vorläufig nur bis zum Modell gelangt.
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