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Winkelsätze am Kreis

Inhalt

1. Einleitung
2. Der Mittelpunktswinkel-Satz
    2.1 Rechnerischer Beweis
          2.1.1 Kombinationen 1
                   2.1.1.1 Kombination 1.1
                   2.1.1.2 Kombination 1.2
                   2.1.1.3 Kombination 1.3
          2.1.2 Kombination 2
          2.1.3 Kombination 3
    2.2 Zeichnerischer Beweis
          2.2.1 Kombinationen 1
                   2.2.1.1 Kombination 1.1
                   2.2.1.2 Kombination 1.2
                   2.2.1.3 Kombination 1.3
          2.2.2 Kombination 2
          2.2.3 Kombination 3
3. Der Umfangswinkel-Satz
4. Der Sehnentangentenwinkel-Satz
5. Anwendungen
    5.1 Der Fasskreisbogen
    5.2 Dreiecksbestimmung mittels Winkeln am Kreis
          5.2.1. Rechnen und Zeichnen
                   5.2.1.1 Rechnen
                   5.2.1.2 Zeichnen
6. Quellen

1. Einleitung

Die Winkelsätze am Kreis sind als grundlegende geometrische Sätze formulierte Beziehungen zwischen besonderen Winkeln am Kreis.

Abb.1
Besondere Winkel im und am Kreis: Mittelpunktswinkel μ, Umfangswinkel φ und Sehnentangentenwinkel τ


Die wesentlichsten dieser Winkel (Abb.1) sind der
Mittelpunktswinkel oder Zentriwinkel μ über der Sehne s; seine Angabe als Bogenmaß entspricht dem zugehörenden (blauen) Kreisbogen mit Mittelpunkt M, der
Umfangswinkel, Peripheriewinkel oder Sehnenwinkel φ zwischen den von einem Umfangspunkt P zu den Punkten A und B führenden Sehnen und der
Sehnentangentenwinkel τ zwischen der Sehne s und den Kreis-Tangenten t an den Punkten A und B.

Bei den Winkelsätzen handelt es sich um den
Mittelpunktswinkel-Satz, Zentriwinkel-Satz oder allgemein und kurz Kreiswinkel-Satz (weil wichtigster der Winkelsätze am Kreis), den
Umfangswinkel-Satz, Peripheriewinkel-Satz oder Sehnenwinkel-Satz und den
Sehnentangentenwinkel-Satz.

2. Der Mittelpunktswinkel-Satz

"Ein Mittelpunktswinkel ist doppelt so groß wie die Umfangswinkel an demselben Kreisbogen."[1] und [2], [3]

μ = 2 φ  

Die Scheitel der beiden Winkel befinden sich im Mittelpunkt M (μ, rot in Abb.1) eines vorgegebenen Kreisbogens bzw. in einem beliebigen Punkt P (φ, blau) auf dem den Vollkreis ergänzenden Kreisbogen (der auch auch Fasskreisbogen genannt wird).
Ihre Schenkel treffen sich paarweise in den Endpunkten A und B der beiden Teile des Kreises.

2.1 Rechnerischer Beweis

Zu beweisen ist   μ = 2 φ.

Dabei sind mehrere Fälle zu beachten, die sowohl vom Wert des Mittelpunktswinkels μ
als auch von der Lage des Umfangspunktes P auf dem Ergänzungsbogen abhängen (Abb.2).

Abb.2 Mittelpunktswinkel μ (3 typische Werte: kleiner, gleich und größer als 180°)
          und Umfangspunkt P (3 typische Lagen: P, P' und P'')

Der Mittelpunktswinkel μ kann drei typische Werte annehmen (Abb.2):
1. μ > 180°
2. μ = 180°
3. μ < 180°

Der Umfangspunkt P kann auf dem Ergänzungsbogen mehrere typische Lagen einnehmen:
a) P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (P in Abb.2),
b) P ist in Verlängerung der Strecke |AM| oder |BM| über M hinaus (P' in Abb.2),
c) μ < 180°: P befindet sich nahe am Punkt A oder B , so dass das Viereck AMBP
    ein überschlagenes Viereck ist (P'' in Abb.2).
d) P auf dem Punkt A oder B, wobei der Umfangswinkel φ nicht definiert ist: kein relevanter Fall.

Bei der folgenden Beweisführung wird auf alle sich aus den relevanten typischen Werten und Lagen sich ergebenden Kombinationen eingegangen.

Kombinationen 1
μ < 180°   (φ < 90°)
Kombination 1.1

Abb.3 Geometrische Kombination 1.1
           (rechnerischer Beweis)

P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (typische Lage a), Abb.3)

Zum Beweis wird die 360°-Winkelsumme am Kreismittelpunkt M herangezogen:
360° = α + β + μ.

Für Weiteres sind Ausdrücke für die Winkel α und β erforderlich:

Die beiden Dreiecke mit der gemeinsamen Seite MP sind gleichschenklig (ihre Schenkel sind Kreisradien)

Die Scheitelwinkel sind α bzw. β, die je gleich großen Basiswinkel sind φ1 bzw. φ2, und die beiden 180°-Dreieck-Innenwinkelsummen sind:
α + 2φ1 = 180°
β + 2φ2 = 180°

Die damit gefundenen Ausdrücke für die Winkel α und β sind:
α = 180°- 2φ1
β = 180°- 2φ2

Einsetzen der Terme für α und β in die Kreis-Winkelsumme ergibt:
360°= (180°- 2φ1) + (180°- 2φ2) + μ
Umgeformt:
μ = 2φ1 + 2φ2
μ = 2(φ1 + φ2)

Mit der Summe φ = (φ1 + φ2) kommt man zum Mittelpunktswinkelsatz   μ = 2φ.

Kombination 1.2

Abb.4 Geometrische Kombination 1.2
           (rechnerischer Beweis)

P befindet sich auf der Verlängerung der Strecke |AM| über M hinaus (typische Lage b), s. Abb.4).

In diesem Fall ist das gleichschenklige Dreieck mit den Basiswinkeln φ1 zu einer Geraden geworden, und es gilt:
α = 180°,   φ1 =0°,   φ2 = φ.

Die Summe  360°= α+β+μ; lautet jetzt 360°= 180°+ (180°- 2φ) + μ.

Der Mittelpunktswinkel-Satz ist   μ = 2φ.

Kombination 1.3

Abb.5 Geometrische Kombination 1.3
           (rechnerischer Beweis)


P befindet sich nahe am Punkt B (typische Lage c), s. Abb.5), so dass das Viereck AMBP ein überschlagenes Viereck ist.
Das gleichschenklige Dreieck mit den Basiswinkeln φ ist jetzt im Unterschied zur Kombination 1.1 über die mit dem anderen gleichseitigen Dreieck gemeinsame Seite MP (magenta gefärbt) hinübergeklappt und liegt auf diesem anderen Dreieck auf.

In der für die Kombination 1.1. vorgenommenen Rechnung (s. oben) gelten dadurch folgende Änderungen:
α = 180°+ 2φ1   und damit
μ = 2(φ2 - φ1)   und außerdem
φ = (φ2 - φ1).

Somit ist auch hier:   μ = 2φ.
Kombination 2
μ = 180°   (φ = 90°)

Abb.6 Geometrische Kombination 2
           (rechnerischer Beweis,
           Thales-Kreis)

P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (typische Lage a), s. Abb.6).

Die Beweisführung ist grundsätzlich gleich wie bei Kombination 1.1.
Zum Beweis wird die 360°-Winkelsumme am Kreismittelpunkt M herangezogen:
360° = α + β + μ.
Für Weiteres sind Ausdrücke für die Winkel α und β erforderlich:
Die beiden Dreiecke mit der gemeinsamen Seite MP sind gleichschenklig (ihre Schenkel sind Kreisradien)
Die Scheitelwinkel sind α bzw. β, die je gleich großen Basiswinkel sind φ1 bzw. φ2, und die beiden 180°-Dreieck-Innenwinkelsummen sind:
α + 2φ1 = 180°
β + 2φ2 = 180°
Die damit gefundenen Ausdrücke für die Winkel α und β sind:
α = 180°- 2φ1
β = 180°- 2φ2
Einsetzen der Terme für α und β in die Kreis-Winkelsumme ergibt:
360°= (180°- 2φ1) + (180°- 2φ2) + μ
Umgeformt:
μ = 2φ1 + 2φ2
μ = 2(φ1 + φ2)
Mit der Summe φ = (φ1 + φ2) kommt man zum Mittelpunktswinkelsatz:    
μ = 2φ

Die Besonderheit ist der mit 180° fix vorgegebene Wert für den Winkel μ und der aus dem Mittelpunktswinkel-Satz folgende ebenfalls fixe Wert für den Winkel φ, nämlich 90°.

Diese Winkelwerte verweisen darauf, dass die vorliegende Spezial-Kombination mit dem Thales-Halbkreis identisch ist. Die 90°-Winkel an einem Punkt auf dem Thales-Halbkreis sind Umfangspunktwinkel φ im Sinne des Mittelpunktswinkel-Satzes. Und der Winkel 180°, der zwischen den Kreisradien am Mittelpunt besteht ist der Mittelpunktswinkel μ.

Kombination 3

Abb.7 Geometrische Kombination 2
           (rechnerischer Beweis)

P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (typische Lage a), s. Abb.7).

Die Beweisführung ist identisch mit der bei der Kombination 1.1.








2.2 Zeichnerischer Beweis

Zu beweisen ist   μ = 2 φ.

Ein zeichnerischer Beweis des Mittelpunktswinkel-Satzes ist mit einer parallel in den Punkt P verschobenen Kopie des Mittelpunktswinkels μ möglich [1].

Die originalen und die kopierten μ-Schenkelpaare werden zu zwei Rauten ergänzt und deren Diagonalen zwischen den Punkten A und P bzw. zwischen den Punkten B und P eingezeichnet. Zur Beweisführung dient die Tatsache, dass die Diagonalen in den Rauten Winkelhalbierende sind.

Im Folgenden werden die im vorherigen Abschnitt (Rechnerischer Beweis) besprochenen Kombinationen in gleicher Reihenfolge nochmals behandelt.
Die Bezeichnungen sind gleich wie vorher.

Kombinationen 1
μ < 180°   (φ < 90°)
Kombination 1.1

Abb.8 Geometrische Kombination 1.1
           (zeicherischer Beweis)

P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (typische Lage a), s. Abb.8).

Die ungeteilten Innenwinkel der im Punkt P zusammentreffenden zwei Rauten (grün und orange) ergeben gemeinsam den Winkel μ.

Der Winkel φ ist die Summe der Hälften der Innenwinkel der zwei Rauten.
Somit ist bewiesen:     μ = 2φ.

Kombination 1.2

Abb.9 Geometrische Kombination 1.1
           (zeicherischer Beweis)

Weil sich P auf der Verlängerung der Strecke |AM| über M hinaus befindet (typische Lage b), s. Abb.9) besteht die grüne Raute nicht mehr.

Der Innenwinkel der verbleibenden orangen Raute ist jetzt μ, und dessen Hälfte ist φ.
Somit ist bewiesen:     μ = 2φ.

Kombination 1.3

Abb.10 Geometrische Kombination 1.3
            (zeicherischer Beweis)


Das Viereck AMBP ist jetzt ein überschlagenes Viereck (Punkt P in typische Lage c), s. Abb.10).
Die blaue Raute ist im Unterschied zur Kombination 1.1 über die mit der roten Raute gemeinsme Seite MP (magenta gefärbt) hinübergeklappt und liegt auf dieser auf.

Die Innenwinkel der zwei Rauten ergeben auch hier am Punkt P gemeinsam den Winkel μ. Nur liegt jetzt ein Subtraktion vor:
μ gleich Eckwinkel κ der orangen minus Innenwinkel λ der grünen Raute:   μ = κ - λ

Der Winkel φ ist die Subtraktion des halben Innenwinkels grün vom halben Eckwinkel orange:     φ = κ/2 - λ/2
Somit ist bewiesen:     μ = 2φ.

Kombination 2
μ = 180°   (φ = 90°)

Abb.11 Geometrische Kombination 2
            (zeicherischer Beweis,
            Thales-Kreis)

P befindet sich im mittleren Bereich zwischen den Punkten A und B (typische Lage a), s. Abb.11).

Die Beweisführung ist grundsätzlich gleich wie bei Kombination 1.1.
Die ungeteilten Innenwinkel der im Punkt P zusammentreffenden zwei Rauten (grün und orange) ergeben gemeinsam den Winkel μ.
Der Winkel φ ist die Summe der Hälften der Innenwinkel der zwei Rauten.   >>>  
μ = 2φ.

Die Besonderheit ist der mit 180° fix vorgegebene Wert für den Winkel μ und der aus dem Mittelpunktswinkel-Satz folgende ebenfalls fixe Wert für den Winkel φ, nämlich 90°.

Diese Winkelwerte verweisen darauf, dass die vorliegende Spezial-Kombination mit dem Thales-Halbkreis identisch ist. Die 90°-Winkel an einem Punkt auf dem Thales-Halbkreis sind Umfangspunktwinkel φ im Sinne des Mittelpunktswinkel-Satzes. Und der Winkel 180°, der zwischen den Kreisradien am Mittelpunt besteht ist der Mittelpunktswinkel μ.

Kombination 3
μ > 180°   (φ > 90°)

Abb.12 Geometrische Kombination 3
            (zeicherischer Beweis)

Die ungeteilten Innenwinkel der im Punkt P (in typischer Lage a), s. Abb.12)zusammentreffenden zwei Rauten (grün und orange) ergeben gemeinsam den Winkel μ. Der Winkel φist die Summe der Hälften der Innenwinkel der zwei Rauten.
Somit ist bewiesen:     μ = 2φ.






3. Der Umfangswinkel-Satz

Da der Mittelpunktswinkel-Satz unabhängig von der Lage des Umfangspunktes P gilt, ist mit seinem Beweis auch der Umfangswinkelsatz bewiesen. Dieser lautet: φ = const.,
bzw. mit Worten:
Der Umfangswinkel ist bei vorgegebenem Mittelpunktswinkel konstant.

4. Der Sehnentangentenwinkel-Satz

Abb.13
Sehnentangentenwinkelsatz: τ = φ,
Herleitung für die Tangente t am Punkt B.
Mittelpunktswinkel μ, Umfangswinkel φ.

Aus der im Folgenden hergeleiteten Abhängigkeit des Sehnentangentenwinkels τ vom Mittelpunktswinkel μ wird mittels Mittelpunktswinkel-Satz auf die Abhängigkeit des Sehnentangentenwinkels vom Umfangswinkelswinkel φ geschlossen.



Herleitung

Das Dreieck mit der Sehne s und dem Mittelpunkt M ist gleichschenklig (s. Abb.13). Seine Basiswinkel σ sind:
σ = (180°- μ)/2 = 90° - μ/2.

Die Winkel zwischen der Tangente t und dem Kreisradius MB ist 90°.
Der Sehnentangentenwinkel τ ist:
τ = 90°- σ = 90°- (180° - μ)/2 = μ/2.

Die Zwischenaussage lautet: Die Sehnentangentenwinkel eines Kreisbogens sind halb so groß wie der Mittelpunktswinkel.

Schlussfolgerung

Nach Anwendung des Mittelpunktswinkelsatzes μ = 2φ     ist
τ = φ,
und der Sehnentangentenwinkelsatz lautet in Worten:
Die Sehnentangentenwinkel eines Kreisbogens sind so groß wie der Umfangswinkel an einem Punkt des Kreisbogens.

5. Anwendungen

Viele Fragen zur Elementargeometrie, bei denen Winkel an Kreisen vorkommen, lassen sich mit einem Winkelsatz an Kreisen beantworten. Eine größere Zahl von Beispielen hat Paul Eigenmann veröffentlicht [4]. Als eines dieser Beispiele sei die Aufgabe Nummer 51 genannt [5].

5.1 Der Fasskreisbogen

Abb.14
Von einem Punkt P aus erscheint eine Strecke |AB| immer unter dem gleichen Winkel φ, wenn er seine Lage auf dem Fasskreisbogen ändert. Mit dem Grundabstand zwischen Strecke und Punkt variieren auch die Werte von Bogenradius und Sichtwinkel.

Als eine Anwendung – speziell des Umfangswinkel-Satzes – wird auch oft der Fasskreisbogen genannt. Gemeint ist dabei ein Kreisbogen über einer Strecke, von dem aus diese Strecke immer unter demselben Winkel erscheint. Im Grunde ist das aber keine Anwendung des Umfangswinkel-Satzes, sondern nur eine andere Aussage für diesen Satz, der aus dem Mittelpunktswinkel-Satz hervorgeht.

5.2 Dreiecksbestimmung mittels Winkeln am Kreis

Abb.15 Dreiecksbestimmung mittels Winkeln am Kreis
             links: schematisch gezeichnetes,   rechts: maßstäblich gezeichnetes Dreieck

Von einem Dreieck sind die Werte der Seite c, des gegenüber liegenden Winkels γ und der Höhe h über der Seite c gegeben. Damit ist es vollständig beschrieben.

Zum Zeichnen von Dreiecken wird üblicherweise anstatt einer bekannten Höhe als dritte Vorgabe der Wert eines weiteren Winkels (α oder β) oder einer weiteren Seite
(a oder b) gebraucht.
Das vorliegende Dreieck lässt sich mit seinen speziellen Vorgaben aber auch mithilfe der Beziehungen zwischen den Winkeln am Kreis zeichnen.
Der Winkel γ am Punkt C ist nämlich ein Umfangswinkel an einem Punkt auf dem über der Sehne c errichteten Kreisbogen.

Mit der Lage des Punktes auf dem Kreisbogen wird seine zweite, die der Seite c parallele Koordinate gefunden.

5.2.1 Rechnen und Zeichnen
Die vorgegebenen Werte seien:
c = 7m,     h = 5,5m,     γ = 62°.
5.2.1.1 Rechnen
Der Mittelpunkt des Kreisbogens ergibt sich aus dem Umfangswinkel γ und dem doppelt so großen Mittelpunktswinkel μ= 2γ   (= 124°).
Die Basiswinkel im gleichschenkligen Dreieck ABM sind: δ = (180°- μ)/2 = 90°- μ/2 = 90°- γ   (= 28°).
5.2.1.2 Zeichnen
Zuerst ist die Sehne c = 7m zu zeichnen.
Dann wird in ihren Endpunkten A oder B der aus dem gegebenen Winkel γ berechnete Winkel δ = 28° gezeichnet.
Der Mittelpunkt M des Kreisbogens ergibt sich als Schnittpunkt seines zweiten Schenkels mit der Mittelsenkrechten auf der Sehne c.
Um den Mittelpunkt M wird nun der Kreisbogen durch die Punkte A und B eingezeichnet.
Parallel zur Sehne c wird im Abstand von h = 5,5m eine Gerade gezeichnet.
Deren Schnittpunkte C1 und C2 mit dem Kreisbogen sind Lagen des Dreieckpunktes C.
Die Lösung ergibt zwei Möglickeiten. Die zwei gefundenen Dreiecke sind zueinander spiegelbildlich.

6. Quellen

[1] Günter Aumann: Kreisgeometrie: Eine elementare Einführung. Springer, 2015, ISBN 978-3-662-45306-3, Kreiswinkelsatz, S. 15

[2] Wolfgang Zeuge: Nützliche und schöne Geometrie – Eine etwas andere Einführung in die Euklidische Geometrie. Springer,2021, ISBN 978-3-662-63830-9, S. 54

[3] Universität Jena: Kreiswinkelsatz.

[4] Paul Eigenmann; Geometrische Denkaufgaben, Teil 1, Kreiswinkelsätze. Klett-Cotta, 2000, ISBN 10 / ISBN 13: 3127223102 / 9783127223101

[5] Siegfried Wetzel: Geometrische Denkaufgaben: Eigenmann-Aufgabe Nummer 51.


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